Poken: Social Web im echten Leben

Wie langweilig wäre es, wenn es nicht immer wieder etwas Neues geben würde. Der neuste Trend im Web 2.0 und im Reallife heißt Poken. Und wer hat’s erfunden? Na? NA? Genau, die Schweizer 😉

Und was ist Poken nun? Ein Poken ist so ein hässliches, kleines Gadget Plastikmonster mit einer übergroßen Hand, auf dem man die Daten seiner eigenen Social Identities speichern kann. Sprich: Xing, Facebook, StudiVZ, Flickr, Twitter, LinkedIn – um nur ein paar zu nennen – oder auch Instant Messaging Profile wie Skype, MSN, AIM, ICQ.

Wenn sich nun zwei Poken-Besitzer im echten Leben begegnen, können sie per Handschlag oder auch „High Five Four“ der Pokens ihre Daten austauschen. Es werden keine direkten Kontaktdaten ausgetauscht, sondern nur die Verknüpfung zu den verschiedenen Profilen. Je nachdem wie Webaffin jemand ist, kann das ja schon durchaus viel sein 😉

Am heimischen Rechner verbindet man nur noch den Poken per USB und schwuppdiwupp – hat man die Adressen der Social Netzwerke, in denen die  Poken-Freunde vertreten sind, bequem auf dem Bildschirm und können einer Freundeliste hinzugefügt werden.

Kleines Kurzvideo:

Und was hat man davon? Nix, außer:

  1. Stift, Papier, Visitenkarten kann man getrost zu Hause vergessen. Man hat ja alles auf seinem Poken (allerdings auch nur, wenn alle einen haben).
  2. Die Suche im Web nach Kontakten fällt weg. Wie oft ist der eine Freund z.B. bei Facebook angemeldet, der nächste wieder bei StudiVZ und bei Xing tummeln sich auch noch so ein-zwei-drei (Geschäfts-)Kontakte.
  3. Ändern sich Telefonummer, Adresse oder andere Kontaktdaten, kann man sie sehr einfach aktuell halten.

Und braucht man das?

Hat man Handys vermisst, bevor es sie gab? Nein. Also brauchte man sie auch nicht 😉 Es ist doch wie mit allem im Leben: Wenn es da ist, ist es vielleicht gar nicht mal so unpraktisch.

Aber bitte, gibt es sowas vielleicht auch mal in hübsch?

Poken-Links:

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6 Gedanken zu “Poken: Social Web im echten Leben

  1. Danke, danke, danke für die Schilderung – der Begriff flattert mir seit Wochen um die Ohren, und ich hatte überhaupt keine Ahnung, was es damit auf sich hat. Ich habe sogar mal danach gegoogelt, aber zu lieblos und oberflächlich – danach hatte ich immer noch nix gecheckt. Jetzt weiß ich wenigstens, welchen Trend ich eine ganze Weile ignoriere, bevor ich Jahre später als alle anderen doch noch aufspringe. 😉 (Ich habe tatsächlich erst seit 2007 ein Handy. Yeah. Darauf bilde ich mir bis heute was ein, harhar.)

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  2. 🙂
    ich habe das teil schon vor wochen gesehen und imemr wieder mit geliebäugelt, aber da war es noch zu teuer, da es noch keinen deutschen shop gab.
    aber hier oben in der provinz ist das teil ebenso sinnvoll wie eine sechsspurige autobahn mitten durch den ort…
    und ja, in hübsch bitte. ein rosa blümchen oder so 🙂

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  3. Ah interessant! 🙂 Ich hab den Begriff nämlich auch kürzlich das erste Mal gelesen und bin noch gar nicht dazu gekommen zu schauen, was das eigentlich ist. Dinge, die die Welt nicht braucht – oder wie war das? *g*

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  4. @Julia: Respekt für den langen Handyboykott 🙂

    @Alex: Hihi, ja ich liebäugel auch die ganze Zeit. Hmmm. 😉

    @Sabina: Was man nicht braucht muss ja nicht gleichzeitig nutzlos sein *g*

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