NaNoWriMo is over. 27544 is the Ergebnis

Der Titel sagt ja schon alles: Nö, ich habe es nicht gepackt. Der NaNoWriMo ist zu Ende. Von den angepeilten 50.000 Wörtern habe ich nur 27.544 geschafft. Der November war viel zu vollgepackt und ich war schlecht vorbereitet. Nie wieder werde ich versuchen, eine Geschichte komplett ohne Plot zu schreiben, das habe ich schon mal gelernt und werde das auch bestimmt nicht mehr vergessen. Auch wenn es schon Spaß macht, einfach drauf los zu schreiben und erst auf dem Weg zu erfahren, wo die Reise hin geht — unter Zeitdruck funktioniert es für mich einfach nicht in dem großen Umfang. Aber nun, hätte ich es nicht versucht, hätte ich jetzt gar nichts in der Hand. Keine 100 Seiten einer völlig wirren Story, die jetzt erst mal in Ordnung gebracht werden muss, bevor ich da in Ruhe dran weiter schreiben kann. Ich schätze mal, die Hälfte davon kann ich getrost wieder streichen. Vieles ist einfach nur Schrott.

Am Anfang war es ja noch relativ einfach, aber je länger der Text wurde, desto mehr habe ich mich darin verstrickt und verzettelt und musste immer wieder den roten Faden suchen. Ich bin ja nun auch keine Romanschreiberin, an so lange Texte muss ich mich erst mal gewöhnen. Da passiert es eben, dass viel weiter vorne im Text noch eine wichtige Szene fehlt, damit es hinten wieder passt. Und schon springt man munter im Dokument hin und her, sucht die entsprechenden Stellen und verliert Zeit, die man natürlich nicht hat. Es gab Tage, da habe ich mal eben 5000 Wörter am Stück runtergeschrieben. Nur leider klappte das nur sporadisch.

Was mir aber teilweise am meisten zu schaffen machte: die Geschichte hat mich an einigen Stellen ein paar Mal ganz tief auf emotionaler Ebene getroffen. In diesen Momenten musste ich einfach Abstand nehmen, um meine Gedanken wieder klarer fassen zu können. Solche Augenblicke haben mich so sehr abgeschreckt, dass ich mich am nächsten Tag fast gar nicht getraut habe, das Dokument zu öffnen und nochmal durchzulesen. Wahrscheinlich muss ich auch einfach lernen, mich mehr von meiner eigenen Geschichte zu distanzieren anstatt mitreißen zu lassen. Ungefähr bis Mitte November klappte es auch noch, es kam in reglmäßigen Abständen einigermaßen Fluss rein und ich dachte: hey, das packste doch! Aber komischerweise gab es danach wohl einen Zeitpunkt, ab dem die Motivation immer mehr abnahm. Ach, es gab einige Gründe: Arbeit, Kinder, die bevorstehende Weihnachtszeit und irgendwas ist ja sowieso immer. Doch ein entscheidender Faktor, der mich in den ersten Tage noch anspornte, fehlte einfach. Und genau den habe ich bis zum Schluss nicht mehr wieder gefunden. Für den Dreh, das ganze Ding noch zu wuppen wäre der wichtig gewesen, nämlich. Vielleicht hat auch noch diese komische November-Stimmung in diesem komischen November sein übriges getan. Shit happens. Aber egal. Ich habe an Erfahrung gewonnen und nächstes Jahr gibt es dann einen neuen Versuch mit besserer Vorbereitung.

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5 Gedanken zu “NaNoWriMo is over. 27544 is the Ergebnis

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